Der Winzer hat keine Ruhe

Auch wenn die Wein-Ernte eingefahren ist, und der junge Wein sich im Keller entwickelt,
hat der Winzer kaum Ruhe. Jetzt gilt es die Weinstöcke zu beschneiden und so die
Grundlage für das kommende Weinjahr zu legen.

In dem 1682 erschienenen „Adelichen Feld- und Land-Lebens Vierdten Buch“ wird der Rebschnitt wie folgt beschrieben:

„Etliche wollen, daß die Weingart-Arbeit von einem Esel sey erfunden worden, der (wie Plerius Valerianus meldet) als er ohngesehn in einen Weinberg kommen und hungerig gewesen, hab er die Reben abgebissen, so gut er gekonnt; und als der Herr des Weinbergs vermerckt, daß diese abgebissene und seiner Meinung nach verderbte Reben, auf künfftigen Herbst mehr Weintrauben als die andern getragen, hab ers öffter also mit Fleiß geschnitten, daraus die gute Wirckung erfahren, auch andere gelehret; daher werden Bacchus und Silenus, die Wein-Götzen, auf einen Esel reutende, gemahlet.“

Das Werkzeug zum Schneiden der Reben hat sich in vielen hundert Jahren vom einfachen Rebmesser über die urtümlichen Rebscheren bis zu den heute bereits üblichen Akku-Scheren entwickelt.

Das Wein- und Heimatmuseum ist bemüht, auch diese Weinberg-Technik immer wieder zu ergänzen und für künftige Generationen zu bewahren. Wer alte Rebscheren oder auch sonstige, bereits historische Weinbaugeräte, entbehren kann, den bitten wir um Überlassung. www.museum-durbach.de