Wein- und Heimatmuseum in Durbach e.V.

Ofenplatte , Gusseisen
Hersteller unbekannt
Fundort/Herkunft: Hof des Barons Zorn von Bulach, Ödsbach-Wälden
Größe: …….x …… cm

Beschriftung:

LUDWIG GEORG VND MARIA ANNA MARCGRAFF
VND MARCGRÄFFIN ZV BADEN BADEN

Darunter Allianzwappen: links das Wappen des Markgrafen von Baden-Baden
re: das Wappen der Markgräfin (Schwarzenberger Wappen) Jahreszahl: 1 7 3 3

Markgraf Ludwig Georg Simpert von Baden-Baden

ließ im Jahre 1730 auch die St.Georgs-Glocke von Schloss Staufenberg reparieren bzw. neu gießen. So jedenfalls steht es auf dieser Glocke.

Er war geboren am 7.6.1702 in Ettlingen und starb am 22.10.1761 in Rastatt.

Sohn von Prinzessin Franziska Sybilla Augusta von Sachsen-Lauenburg u. Markgraf Ludwig Wilhelm von Baden (Türkenlouis)

Er regierte von 1727 – 1761 die baden-badische Herrschaft und war deshalb auch Herr der Herrschaft Staufenberg.

Seiner Ehe mit Maria Anna von Schwarzenberg entspross eine Tochter.

Zwei Söhne starben bereits im Kindesalter.

Beim Tode des Türkenlouis war Georg noch keine fünf Jahre alt. Unter Vormundschaft seiner Mutter und weiterer Vormünder wurde die Verwaltung weitergeführt bis Ludwig Georg am 7.6.1727 persönlich die Regierung übernahm. Beim Ausbruch des polnischen Thronfolgekrieges zog er sich, während die Franzosen in sein Land einfielen, auf seine böhmischen Herrschaften zurück und erwartete in seinem Schloss Schlackenwerth das Ende des Feldzuges. Dort widmete er sich seiner Leidenschaft, der Jagd.

Nach seinem Tode übernahm sein Bruder August Georg Simpert von Baden Baden die Markgrafschaft. Auch er blieb ohne männliche Nachkommen. Deshalb wurden 1765 Verhandlungen zwischen den beiden Badischen Linien geführt, die am 28.1.1765 zu einem Erbvertrag führte. Danach sollte die Herrschaft Staufenberg nach dem Aussterben der Baden-Badischen Linie (männliche Linie) wieder an die Baden-Durlachische Linie kommen.

Bereits am 5.2.1765 kam eine Kommission der Durlachischen Regierung in die Herrschaft Staufenberg nach Durbach, wo sämtliche Untertanen der Herrschaft beim oberen Wirtshaus „zur Linde“ versammelt waren. Dort wurde die „Huldigung“ der Staufenberger Untertanen entgegen genommen. (insgesamt waren 232 Bürger erschienen)

Nach dem Tode des Markgrafen August traf am 13. Oktober 1771 ein Besatzungs-Kommando von 26 Mann unter dem Grenadier-Leutnant von Adelsheim ein. In Durbach wurden am Rathaus und bei der Kirche je 5 Mann als Posten aufgestellt, im badischen Teil von Nesselried und auf dem Schloss waren ebenfalls jeweils 5 Posten verteilt. …

Nun waren die beiden Markgrafschaften in Baden wieder  unter dem späteren Großherzog Carl Friedrich von Baden-Durlach vereinigt.

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