Heuernte – Kirschenernte

 

Zwei Bilder die für sich sprechen

Heimatbeilage vom 03.07.1987
von Josef Werner

Heuernte um 1926


Nach der langen Regenzeit haben die letzten Tage endlich das ersehnte Heuwetter gebracht. Moderne Maschinen machen es heute möglich, große Flächen in kürzester Zeit zu mähen und zu bearbeiten. Es werden auch nur noch selten Heuwagen mit der Gabel geladen. Mit Ladewagen und Heugebläse wird die Ernte unter Dach gebracht.
„S isch au nimmi notwendig, dass m‘r  ‚s Hei drebbelt, - des ware halt noch gmiedligi Zitte!“
Aber offensichtlich war früher längeres und schöneres Heuwetter.

Kirschenernte in Ebersweier um 1955 -

Das Durbachtal, und vornehmlich die Gemarkung Ebersweier, hat in den letzten Jahrzehnten große Umwandlungen der landwirtschaftlichen Nutzflächen erfahren. Große Acker- und Wiesenflächen wurden bei zurückgehender Viehhaltung mit Obstbäumen und hier überwiegend mit Kirschbäumen bepflanzt. Die Kirschenernte ist mittlerweile neben den Reben eine der wichtigsten Einnahmequellen für die Landwirtschaft.

Auch hier machen es moderne Geräte möglich, eine große Anzahl von Kirschbäumen kurzfristig zu ernten. Während man früher in oft halsbrecherischer Kletterarbeit stundenlang mit einem Bogenkorb oder Eimer auf einer großen Holzleiter die Kirschen pflückte, werden die speziell gezüchteten Kirschensorten heute mit einem vom Traktor betriebenen „Schüttler“ geerntet. Mit einem Gebläse werden jetzt Laub und Zweige von den untergelegten Planen herausgeblasen. Oft helfen auch Maischepumpen die Kirschen ins Fass zu bringen.
Die langen Regenfälle der letzten Wochen haben manchem Landwirt die Freude am Kirschwässerle verwässert.

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