Die Pfarrkirche „Heilig Kreuz“
in Ebersweier


von Josef Werner
(Durbacher Heimatbeilage 14.09.1984)


Am Sonntag, den 16. September, feiert die katholische Pfarrgemeinde Ebersweier das Patrozinium – Fest der Kreuzerhöhung - .
Unser Bild zeigt noch den alten Kirchenbau, wie er sich bis zur Erweiterung bzw. Umbau im Jahre 1964 darstellte. Die Kirche wurde bereits im Jahre 1280 erstmals bezeugt. Bis 1666 waren St. Tiburtius und Valerian die Kirchenpatrone. Im Jahre 1371 wurde ein „Leutpriester“ in Ebersweier erwähnt. Im Jahre 1511 hat ein Pater aus dem Kloster Allerheiligen Ebersweier eigens als Pfarrer versehen. Zur Pfarrei gehörten auch Pfarreireben am „Leimenhag“, was im Jahre 1549 beurkundet wurde. Über die Kirche wissen wir, dass sie 1699 drei Altäre, 1699 und 1703 drei Glocken besaß. In den Jahren 1826 – 1828 wurde eine neue Kirche gebaut. Man verwendete hierbei den bisherigen Turm als Osteingangsturm. Dieser hatte noch gotisches Rippengewölbe im Untergeschoss. Dieser Turm ist, wie eingangs erwähnt, dem Kirchenumbau von 1964 zum Opfer gefallen. Dabei ist bemerkt worden, dass der Turm ungenügend fundamentiert war und dass der Oberbau des Turmes viel solider ausgeführt gewesen als das Erdgeschoss. Er war offenbar später aufgesetzt worden. Beim Kirchenneubau 1826/1828 wurden eine Anzahl von Resten aus älteren Kirchen der Umgegend, so die drei Altäre aus dem ehemaligen Kapuzinerkloster in Oberkirch und verschiedene andere Bauteile verwendet.
Zwei Ebersweierer Pfarrer wurden Äbte im Kloster Allerheiligen. 1705 Engelbert Matthis, sowie ab 1797 Pfarrer Wilhelm Fischer. Letzterer war gleichzeitig der letzte Abt des Klosters Allerheiligen und liegt in Oberkirch begraben.
Quellennachweis:     Beschreibung Kreis Offenburg        
Beschreibung der Pfarrkirchen

Die Ebersweirer Kirche "Heilig Kreuz" um 1930

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