Michelewitsch

Seit vielen Generationen ist der Felsenkeller am Plauelrain Stoff für sagenhafte Erzählungen in Durbach.
Der „Michele Witsch“ soll einst hier sein Unwesen getrieben haben. Nach der alten Sage konnte man ihm vornehmlich am Plauelrain beim sogenannten „Bierkeller“, oder in dessen näheren Umgebung begegnen. Es soll ein alter russischer Soldat gewesen sein, den man gern mit Schlapphut und einem weiten Mantel beschrieb. Allerlei Schabernack und gespenstische Begegnungen soll es mit ihm gegeben haben. Jungen Pärchen hat er manchmal einen Schreck eingejagt wenn sie während der Abenddämmerung oder des Nachts in seiner Nähe waren. Er muss wohl auch sehr trinkfest gewesen sein, der Michele Witsch, denn mit den Leuten, die gerne „einen heben“ hat er es oft getrieben. Den Kindern wurde auch bei ungehörigem Benehmen damit gedroht, dass sie es mit dem Michele Witsch zu tun bekämen, wenn sie sich nicht bessern würden. Jedenfalls haben „geistige“ Getränke den Anlass für die Errichtung des Felsenkellers gegeben.

Josef Werner,

Dezember 2000

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