Oft wurden auch kurze, mit bunten Rosenmustern bedruckte Halstücher aus Wollstoff, Muslinstoff oder gar Seide getragen.
In der Winterzeit trug man ein bunt gewirktes, wärmendes, großes und wollenes Halstuch. Im Sommer fand sich ein einfaches, bedrucktes Halstuch.
Ein schönes Gold-Kettchen mit einem Kreuzchen, meist ebenfalls mit Granatsteinen besetzt, ziert den Frauenhals. Oft findet man auch statt des Kreuzchens eine Brosche am Hals, welche mit den Symbolen für Glaube (Kreuz), Hoffnung (Anker) und liebe (Herz) gestaltet war.
Den Kopf ziert der „Nebelspalter“, eine rotsamtene, am unteren Rand mit einer durchbrochenen Bordüre aus Goldfäden verzierte Kappe Im oberen Teil ist diese Kappe i.d.R. reich bestickt mit Motiven aus Ähren, Weinranken und Trauben, aber auch Eicheln als Sinnbild für das reiche Wachstum in der Gemeinde.
Wie es zu der Bezeichnung „Nebelspalter“ kam, ist nicht genau überliefert. Jedenfalls dringt der Nebel i.d.R. nur an wenigen Tagen in der Herbst- und Winterzeit von der Vorbergzone bei Ebersweier kommend, ins Tal ein.
Nicht alle Bäuerinnen konnten sich einst diesen wertvollen „Nebelspalter“ als Kopfputz leisten. Vielfach ziert deshalb eine von der Trachtenkappenmacherin gefertigte farbige Sonntagskappe den Kopf. Auf dieser, ebenfalls mit durchbrochenen Bordüren gefertigten schwarzen Kappe finden sich rote oder blaue Kunstblumen mit diversen farbigen Glasperlen.
Auf den vorderen Teil der Kappe sind hochgestellte, nach unten hängende schwarze oder weiße Fransen und Zotteln aufgesetzt. Mit einer langen Seidenschleife wird die Kappe wiederum am Kopf befestigt.
Verheiratete Frauen trugen in der Sommerzeit oft ein aus schwarzer Seide oder Kunstseide kunstvoll geknüpftes Netz als Kopfbedeckung.
Während in früherer Zeit meist schwarze, wollene Strümpfe und schwarze Sonntagsschuhe mit etwas höheren Absätzen getragen wurden, trägt die Frau heute, der Zeit entsprechend, etwas dunklere Nylonstrümpfe.
Die selbst gestrickten, bis kurz unter die Knie reichenden Strümpfe aus Wolle, - im Sommer aus Baumwolle – wurden meist mit einem runden Gummi befestigt.
„Wertvolle“ Lederschuhe waren in früherer Zeit eher die Ausnahme. Vielmehr trugen Männer wie Frauen meist genagelte Holzschuhe, die von einer ganzen Reihe von „Holzschuhmachern“ im Dorf angefertigt wurden. Zum Feierabend und in der Stube zog man sich dann die Strohschuhe an.
Vor der Jahrhundertwende um 1900 trugen die Frauen statt des heutigen Seidenhalstuches ausschließlich ein fein gewirktes, mit rotbunten (ziegelrot) Blumenmustern verziertes Halstuch, wie wir dies vielfach auch bei anderen Trachten im Schwarzwald und um den Bereich von Straßburg finden. In älterer Zeit war dieses Halstuch Handgewoben, während ab ca. dem 19. Jahrhundert diese Halstücher meist über Straßburger oder Offenburger Geschäfte als gedruckte Stoffe bezogen wurden.
Am Sonntag Nachmittag, zum Einkaufen oder auch bei sonstigen, nicht gerade festlichen Anlässen, wurde von den Frauen eine etwas einfachere Tracht getragen. Hierzu wurde zum „Peter“ ein an den Enden schön bestickter Schal um den Hals gebunden. Ein farbiger Faltenrock mit angenähter Brust vervollständigte diese Kleidung. Der Rock war meist aus einem so genannten „Ziglestoff“ (gestreifter Baumwollstoff ähnlich den heutigen Winzerblusen) gefertigt.
Als Werktags-Kleidung trugen die Bäuerinnen, je nach Witterung oder Jahreszeit, meist Röcke oder Kleider aus einfachem und etwas gröberem Woll-Stoff, Im Sommer außerdem eine weiße, durchbrochene Bluse. Verschieden farbige, meist jedoch blaue oder schwarze, mit weißen Punkten besetzte „Peter“ waren typisch.
Eine Arbeitsschürze aus „Ziglestoff“ vervollständigte die Arbeitskleidung
Die Frisur der Trachtenträgerinnen war (zumindest bis vor wenigen Jahren) grundsätzlich ein langer Zopf, der als Kranz um den Kopf gesteckt war. Ein Samtband mit Brosche rundete die Frisur ab.
Für die Winterzeit trug die Trachten-Frau eine kunstvoll aus Samt-wollenen dicken Fäden so genannten „Schnullien“ gefertigte Kappe, die Kopf und Hals einhüllte und mit langen, wollenen Bändeln um den Hals befestigt wurde.
Damit die Frauen etwas mehr dem angestrebten vollschlanken Typ entsprachen, kleideten sich diese in früherer Zeit hauptsächlich am Sonntag etwas dicker, gegebenenfalls mit zwei Unterröcken aus grellrotem oder blauem Wollstoff mit schwarzem Saum.
Trachten-Kleider mussten oft viele Jahre halten. Um den Rocksaum etwas vor Abnutzung zu schützen war am Rocksaum oft auch eine „Besenlitze“ angesetzt (Saumband mit Fransen).