Ufm Kirchberg

Dr Pfeddrig seit: Kumm, Biewli, kumm

setz s’Käppli uf, nimm’s Tschöpli um!

Mir gen e wing em Kirchberg zue

un nuf e Schtick. Erlaufsch’ es, Bue?

 

Då howwe geht e åndrer Wind,

e frischerer, e schtrenger, Kind!

Wie klein isch s’Daal, sieht mer’s vun då!

Wie d’Gluggili enandernå

 

sin d’Hiisli alli zsemme grennt

zum Kirchdurm, wu derd goldig brennt.

Wie klein sin d’Lit derd uf dr Gaß!

Jeds wumselt mit. Isch’s nit e Schpaß?

 

Wu renne die denn alli hii? –

Derd diwwe, åm Fuchsgrindli hii

der Kirchhof isch; s’kummt keins vorbei,

derd het ihr End die Wumslerei.

 

Jetz lueg nur au räächt nus ins Lånd:

Siehsch hell im Glånz sell silwrig Bånd?

Sell isch de Rhin; wu Stråßburg isch.

De siesch de Durm, wenn Owacht gisch.

 

Jetz merk dr, was dr Berg dr schenkt:

S’isch alles wider als mr denkt!

Drum, ergert’s dich im Dorf, im Huus, -

Geh uf de Berg, lueg kecklig nus.

 

De merksch ellein, wie wohl dr wurd

Do howwe, - gehsch gånz ånders furt

as d’kumme bisch. – Heersch? S’Zwelfiglitt!

Jetz gemmer heim, s’isch Ässezitt.

 

Hans Bachroth

Unter dem Synonym „Hans Bachroth“ hat der gebürtige Durbacher

Dr. phil. Robert Feger
10.07.1918 - + 06.10.1987

in vielen Publikationen hauptsächlich die Geschichte und Kulturgeschichte des alemannischen Raumes veröffentlicht.

Er war Oberbibliotheksrat und studierte klassische Philologie und Theologie in Freiburg. In seinen Themen ließ er seine Heimatgemeinde Durbach immer wieder einfließen.

Er sammelte Eindrücke über „Das gesegnetste Land der Welt“ und hielt sie in Wort, aber auch mit eigenen Zeichnungen fest. Sein reiches Wissen brachte er in Hörspiele, Schulfunksendungen und als verantwortlicher Redakteur des „Lahrer Hinkenden Boten“ ein. 1978 veröffentlichte er unter dem Titel „Ritter, Fürsten u. Melusinen“ die Geschichte und Geschichten von Burgen und Schlössern in Südbaden.

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