Zu Zweit oder Dritt hintereinander wurde gemäht und jeder der vorausmähte, musste sich sputen, dass ihm der Hintermann nicht zu nahe kam. Bei der großen Entfernung zu den Gemarkungen Offenburg bis Willstätt, in der Hauptsache aber Bühl, Griesheim oder Weier, musste man sich natürlich für den ganzen Tag versorgen. Vesper, Most oder Tee gehörten deshalb in den Rucksack oder Korb. Zum Vespern hatte man während den Pausen zwischen dem Heuwenden Zeit. Die Gabeln und Rechen waren damals vielfach noch aus Holz und meistens selbstgemacht. Je nachdem wie das Wetter war, musste man auch damals den Weg an die Kinzig zwei oder drei Tage hintereinander machen. Fahrräder als Fortbewegungsmittel standen nur ganz Wenigen zur Verfügung.
Nicht selten kam es vor, dass bei Hochwasser das mit viel Mühe getrocknete Heu oder Öhmd von der Kinzig mitgenommen wurde. Diese Tatsache war auch einmal Anlass für einen heute immer noch amüsanten Ausspruch eines Durbacher Bauern. Als er die Bescherung sah und dann nach Durbach zurück kam, erzählte er: „Heidesack nomol nie, am liebschde hätt i mi uffghängt! – Awer kei Baum – kei Seil – witt un breit nit!“
Während der Besatzungszeit kurz nach dem I. Weltkrieg hatte Großvater auch einmal ein Futterlos in Oberkirch an der Rench ersteigert, unweit vom Gasthaus „Zum Schlüssel“. Während man zum Mähen und Heuwenden zu Fuß über Schloss Staufenberg – Bottenau ging, musste man mit dem voll beladenen Heuwagen über Nußbach – Nesselried – Ebersweier – Unterweiler zurück nach Hause. Die kürzere Strecke über Bottenau – Heimbach hätten zwei Kühe wegen dem steilen Anstieg und –Abstieg nicht bewältigen können.