Museumströpfle geerntet

Seit über zwanzig Jahren hatte die uralte Traubenmühle im Wein- und Heimatmuseum keine Trauben mehr gemahlen. Am vergangenen Dienstag holten die Aktiven des Museums das ehrwürdige Gerät aus dem Keller und ließen das große Schwungrad drillen. Trotz einiger „Aussetzer“ konnte die gesamte Ernte von rd. 190 Litern gemahlen und dann auf der ebenso alten Trotte gepresst werden. Geherbstet wurde übrigens mit alten Holzkübeln und die stolzen 93° Öchsle mit einer alten Mostspindel gemessen. Von der Lese bis zum Trotten konnten sich einige (Zaun)-Gäste über den historischen Herbst und die alten Gerätschaften informieren. Fünfzehn, teils nicht mehr im regulären Weinanbau vorhandene Traubensorten aus dem Museumsweinberg ergeben das unter der Bezeichnung „Rotling“ ausgebaute Museumströpfle.

Bilder der Weinlese im Museumshof

Artikel im Offenburger Tageblatt